Heideblüten - Calluna vulgaris 50 g

Der Name Heide findet sich im Althochdeutschen als "heida". Dieses Wort geht auf das indogermanische "kait"zurückund bedeutet soviel wie "unbebautes Land". Der Name Heide für einen ungläubigen Menschen setzt die Vorstellung voraus, daß dieser Heide aus dem unbebauten Land, aus der "Wildnis" kommt.
Der wissenschaftliche Gattungsname Caluna ist wahrscheinlich vom griechischen kalynein abgeleitet und kann mit "schön machen, reinigen" übersetzt werden. Das Wort Besenheide für unser Heidekraut zeigt, daß man mit ihm Kehrbesen anfertigen konnte.
Im Verständnids des Volkes ist mit dem Begriff Heide eine gewisse Romantik verbunden. Auch der unvergessene Dichter dieser Landschaften, Hermann Löns (1866-1914) hat nicht unwesentlich zu dieser Begeisterung beigetragen. Seine Tiergeschichten haben bis in unsere Zeit ihren Zauber bewahrt.
In ferner Vergangenheit sah man die Heide mit ihren Hühnengräbern und den aufrechten Wacholdern als Stätten, auf denen gewaltigen Schlachten geschlagen wurden. Man glaubte dass aus dem Blut der gefallenen Kämpfer die rötlich blühende Heide hervorwuchs.
In der Lüneburger Heide gibt es so manche Berichte über Spökenkieker, kräuterkundige Schäfer und auch über die Brennhexe, die das trockene Heidegesträuch anzündet und die Menschen ängstigt und erschreckt. Es sei auch erwähnt, daß auf den Heiden der schottischen Highlands der Hexenkonvent zusammen kommt.
In Süddeutschland glaubt man, daß ein an der Decke aufgehangener Heidekranz die Hexen verscheucht. Die Schwaben meinen zu wissen, daß ein strenger Winter kommt, wenn das Heidekraut bis in die Zweigspitzen hinein blüht.
Im Braunschweigischen sollman einen weißblühenden Heidezweig unter das Kopfkissen legen, dann wird das Geträumte wahr. In der Pfalz steckt man hinter den Spiegel einen Heidezweig, dann wird kein Blitz das Haus treffen und kein Hagelschlag die Saat verwüsten.
Schon in der Antike diente der blühende Heidezweig als Mittel gegen Schlangenbisse - hier ist allerdings nicht die Besenheide, sondern die Baumheide (Erica arborea) gemeint, die den Pfeifenrauchern wegen ihres wertvollen Wurzelholzes (Bruyere) bekannt ist.
Im 16. Jahrhundert schreibt der Arzt Leonhart Fuchs (1505-1566), einer der Väterr der Botanik: "Die Blüten der Heide in Wein und Wasser gesotten und getrunken, zerteilen die Geschwülste und stillen die Schmerzen der Lende und die des Bauches." Sebastian Kneipp (1821-1897) schätzte das Heidekraut als blutreinigendes Mittel und zur Behandlung von Rheuma und Gicht.

Content: 50 g

Geprüfte Qualität aus deutschem Apothekengrosshandel.
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