Guajakholz - Guaiacum officinale 50 g

Guajacum officinale L. (Franzosenholzbaum, Pockholzbaum) ist ein 12 m hoher, immergrüner Baum mit ausgebreiteter Krone, gegenständigen, zwei-, selten dreijochigen Blättern, ovalen, kahlen Blättchen, langgestielten, blauen Blüten und zweifächriger Kapsel, wächst in Westindien und auf der Nordküste Südamerikas, Guajacum sanctum L., mit drei- bis vierjochigen Blättern und fünffächriger Kapsel, auf Florida, den Bahamas und den westindischen Inseln.

Beide Arten liefern das Guajak-Holz (Pockholz, Franzosenholz, "Lignum sanctum"), welches in oft zentnerschweren Stammstücken oder in starken Ästen, meist entrindet, in den Handel kommt. Es ist sehr schwer (spezifisches Gewicht etwa 1,4), fest, hart, brüchig, spaltet schwer und unregelmässig, ist dunkelgrünlichbraun, mit hellgelblichem Splint umgeben und von diesem scharf abgegrenzt. Das Holz ist widerspänig und lässt sich deshalb nicht hobeln. An älteren, über 20 cm starken Stämmen ist der Splint so schwach, dass er nicht in die Augen fällt. Im Kern und im Splint finden sich abwechselnd hellere und dunklere Schichten, welche sehr zahlreiche, an Jahresringe erinnernde Kreise bilden. Der Splint ist geschmacklos; das Kernholz schmeckt schwach aromatisch, ein wenig kratzend und entwickelt beim Erwärmen einen schwachen angenehmen Geruch. Es ist sehr harzreich (25-27%) und liefert das Guajak-Harz.

Das Wort Guajak ist westindischen Ursprungs. Die Anwendung des Holzes lernten die Spanier von den Eingeborenen Santo Domingos kennen; sie brachten es schon 1508 unter dem Namen "Palo santo" ("Lignum vitae", "Lignum sanctum") nach Europa, wo es noch 1532 sehr teuer war. In Deutschland trugen Poll und Schmaus, besonders aber Ulrich von Hutten zur Verbreitung des "heiligen oder indischen Holzes" bei. Letzterer will nach langem vergeblichen Gebrauch des Quecksilbers seine angebliche Heilung von der Syphilis dem "Lebensholz" (vgl. Ulrich von Huttens "De Guajaci mediclna et morbo gallico", Mainz 1519) verdankt haben. Der deutsche Ausdruck Pockholz entstand, weil die Späne des Guajak-Baumes Öle enthalten, die man in früheren Zeiten als Medikament gegen die Pocken eingesetzt hat.

Das Holz sowie das Harz dieses vor allem in Mexiko und Mittelamerika verbreiteten Baums werden in Deutschland in vielfältiger Weise genutzt. Schon in der mexikanischen Mayakultur wurden Abkochungen des Holzes zur Therapie der Geschlechtskrankheit Syphilis eingesetzt. Heutzutage nutzt die pharmazeutische Industrie Guajak-Extrakte insbesondere für homöopathische Medikamente zur Behandlung von Hals- und Rachenentzündungen sowie rheumatischer Beschwerden. Ein wichtiger Einsatzbereich ist auch der sogenannte Haemocult-Test, der zur Früherkennung von Darmkrebs eingesetzt wird. Hier werden die Teststreifen mit Guajak-Harz getränkt, um verborgenes Blut im Stuhl sichtbar zu machen. Aber auch die aromatischen Eigenschaften des Harzes sind sehr begehrt. Mindestens 20 Tonnen Holz werden in Deutschland für die Zubereitung der gerade in Zeiten von Gänsebraten und Weihnachtsplätzchen sehr nützlichen Kräuterliköre verbraucht. Darüber hinaus werden Guajak-Extrakte als Räuchermischungen angeboten. Den Düften des Harzes werden nämlich sowohl stimulierende als auch beruhigende Einflüsse nachgesagt.

Content: 50 g

Geprüfte Qualität aus deutschem Apothekengrosshandel.
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