Baldrianwurzel - Valeriana officinalis 50 g

Sämtliche Baldrian-Arten enthalten Alkaloide (Monoterpene und Sesquiterpene) und vor allem ätherische Öle, die (nach der Trocknung) unangenehm riechen, da teilweise Zersetzung zu niederen Carbonsäuren wie Valerensäure eintritt. Nach entsprechender galenischer Aufbereitung, z.B. als wässriger oder ethanolischer Extrakt (Baldriantinktur) entfaltet der Baldrian jedoch seine beruhigende (sedative) Heilkraft. Üblicherweise werden für die Extraktbereitung nur die Wurzeln des Baldrians genutzt (radix valerianae). Indischer und mexikanischer Baldrian wirkt teilweise anders, da er Valepotriate mit stark angstdämpfender Wirkung (ohne müde zu machen) enthält. Diese Baldrianarten (frühere Präparate Valmane und Nervipan) werden in Deutschland nicht mehr verwendet, da Valepotriate beschuldigt wurden, Zellschäden und eventuell sogar Krebs auslösen zu können. Einheimischer Baldrian enthält Valepotriate nach der Aufbereitung nur noch in (unbedenklichen) Spuren. Gerne wird Baldrian auch z. B. zur Schlafeinleitung in Kombination mit anderen pflanzlichen Extrakten wie Passionsblume, Hopfen oder Hafer verwendet. Jüngst hat man herausgefunden, daß Teile der Wirkung auf sogenannte Lignane zurückgehen, die an zentralen Adenosin-Rezeptoren wirken und die die Koffein-Wirkung aufheben können. Es werden jetzt gezielt lignanreiche Sorten gezüchtet, deren Extrakte vornehmlich als milde Schlafmittel (z. B. Baldrian forte von Klosterfrau/Nervenruh) gehandelt werden. Als Nebenwirkungen bei zu langer und zu hochdosierter Anwendung hat man Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen gefunden. Im Gegensatz zu vielen chemischen Beruhigungs- und Schlafmitteln erzeugt Baldrian jedoch keine seelische oder körperliche Abhängigkeit im eigentlichen Sinn. Zu rasches Absetzen nach nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch kann Entzugserscheinungen (Unruhe, Schlaflosigkeit) bis zum Delir auslösen.

Inhalt: 50 g

Geprüfte Qualität aus deutschem Apothekengrosshandel.
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