Angelikawurzel - Angelica archangelica 50 g

Engelwurz ist eine Pflanze der nördlichen Zonen. In Mittelmeerraum gibt es keine Engelwurz, daher schreiben antike Autoren auch nicht über sie. Die ältesten Schriftzeugnisse über Kultur und Verwendung stammen aus Skandinavien, Island und Grönland. Auf skandinavischen Märkten war sie seit dem 10. Jahrhundert erhältlich. Es waren die Wikinger im 10. Jahrhundert, die die Engelwurz in Mitteleuropa einführten. Dort kam die Engelwurz als Kulturpflanze zunächst in den Klostergärten im späten Mittelalter auf. Seit dem 15. Jahrhundert erfreute sie sich in Europa großer Beliebtheit und wurde als das wichtigste aller Heilkräuter eingestuft. Die Benediktiner und später die Kartäuser nahmen sich der Engelwurz besonders an. Während den Pestepedemien kauten Ärzte auf der Wurzel der Engelwurz, um sich vor Ansteckung zu schützen. Noch 1771 gab der französische Autor Buchoz seinen Lesern den Rat, bei Pestepidemien seine Kleidung mit einem Pulver aus Engelwurz zu bestreuen. In der Volksmedizin wurde Engelwurz als Gegenmittel gegen Tollkirschenvergiftung eingesetzt. Sie sollte aber auch bei Alkoholvergiftung wirken. "Wann einer von einem wütenden Hundt gebissen worden were/ der nemme Engelwurtzkraut und Wurtzel unnd thue darzu Rauthen. Zerstoss diese Stück wol unnd mach mit Honig ein Pflaster darauss/ streichs auff ein Tuch unnd legs über den Schaden/ das zeucht alles Gifft heraus." (Tabernaemontanus, New Kreuterbuch, 1588) Engelwurz gilt nach wie vor als Universalheilmittel, das antibakteriell wirkt und auch gegen Schimmelpilze hilft. Arzneilich am wirksamsten sind die Wurzeln (Rad. angelicae). Der Tee hilft bei Magen-Darm-Problemen, Rheuma und Bronchitis und wird wie folgt zubereitet. Einen gehäuften Teelöffel fein geschnittener Droge mit kochendem Wasser überbrühen und bedeckt 10 min ziehen lassen. Bei Appetitmangel mit Honig gesüßt vor den Mahlzeiten eine Tasse warm trinken, bei Blähungen etc. ungesüsst. Die Wurzel regt außerdem die Lebertätigkeit an. Ihre Wirkung bei Blägungen hat ihr in einigen Gegenden auch den spöttischen Namen „Engelpfurz“ zugeführt. Angelikawurzel ist ein wichtiger Bestandteil von Magenlikören (z. B. Benediktiner, Boonekamp und Chartreuselikör). Weitere Produkte in denen Angelikawurzel enthalten ist sind Klosterfrau Melissengeist und Doppel Herz.

Inhalt: 50 g

Geprüfte Qualität aus deutschem Apothekengrosshandel.
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